Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) Oberösterreich haben im Vorstand der Arbeiterkammer Oberösterreich gegen die Bestellung im Zuge des Wechsels im Direktions-Team gestimmt. „Grund dafür ist die aus Sicht der Freiheitlichen Arbeitnehmer weiterhin mangelnde Transparenz bei der Besetzung von Spitzenfunktionen innerhalb der Arbeiterkammer“, so der Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer, AK-Vorstand Mag. Gerhard Knoll, der erinnerte: Die FA habe im Rahmen einer AK Vollversammlung einen Antrag eingebracht,  wonach derartige Führungspositionen öffentlich ausgeschrieben und die Bewerber einem Hearing unterzogen werden sollen. Die Funktion des Direktor-Stellvertreters ist mit einem monatlichen Einkommen von 17.631 Euro dotiert und zählt damit zu den bestbezahlten Positionen innerhalb der Arbeiterkammer.



„Bei Bundes- und Landesbediensteten sind Ausschreibungen und transparente Auswahlverfahren längst selbstverständlich. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum gerade bei Spitzenfunktionen in der Arbeiterkammer andere Maßstäbe gelten sollen“, betont Knoll. Der von den Freiheitlichen Arbeitnehmern eingebrachte Antrag auf öffentliche Ausschreibung und Hearing wurde von der FSG abgelehnt. Für die Freiheitlichen Arbeitnehmer ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass notwendige Transparenz- und Modernisierungsschritte in der Arbeiterkammer verhindert werden. „Solange es diese Transparenzverweigerung seitens der FSG gibt, wird es von uns Freiheitlichen Arbeitnehmern keine Zustimmung für derartige Besetzungen geben. Die Bestellung von Spitzenjobs hinter verschlossenen Türen ist nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht den Anforderungen an eine moderne und transparente Interessenvertretung“, kritisiert Knoll den aktuellen Bestellungsvorgang.



Die Freiheitlichen Arbeitnehmer Oberösterreich fordern daher, dass künftig alle hoch dotierten Führungsfunktionen in der Arbeiterkammer öffentlich ausgeschrieben werden und die Auswahl der Kandidaten in einem nachvollziehbaren Hearing-Verfahren erfolgt. „Nur so kann das Vertrauen der Mitglieder in faire und objektive Personalentscheidungen gestärkt werden“, betonte Knoll abschließend.